Nada Yoga – Yoga und Musik

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Nada Yoga ist das Yoga des Klangs

Nada Yoga geht auf die ersten Gesänge, die in den Schriften der Veden festgehalten sind, zurück und gilt so als älteste Yogapraxis. Nada Yoga basiert auf dem Wissen über die Beschaffenheit und Wirkung von Klängen auf Natur und Mensch. Man nimmt an, dass die gesamte Schöpfung aus Vibrationen und Schwingen entstanden ist, daraus besteht und sich stets neu kreiert. Darum sei alles Existierende durch diese Schwingungen miteinander verbunden.
Anders formuliert kann man also sagen, dieses Jahrtausende alte Wissens beschreibt die bedeutende Verbindung von

  • Nada (Klang),
  • den Nadis und Chakras (Energiebahnen und -zentren)
  • und Nada Brahma (die gesamte Schöpfung + Welt als Klang).

Mit Nada Yoga aktiviert man das Prana, die Nadis werden geöffnet, Chakren harmonisiert und die aktivierte Energie kann aufsteigen. So will Nada Yoga bis zur höchsten Verwirklichungsstufe führen – es sei somit der direkteste Weg zur größten Glückseligkeit. Die Macht des Klangs soll diese höchste Bewusstseinsebene zugänglich machen.
Denn der Klang ist mächtig genug, alle Ebenen zu durchdringen und zu verbinden. Er durchdringt die Schichten (koshas) unseres Körpers und verbindet so die äußere mit der inneren Welt. Klänge bewirken zudem die Verfeinerung des physischen Hörsinnes, sowie die die Aktivierung / Stärkung des inneren Hörens, Sehens & Fühlens, die Verbindung der linken & rechten Gehirnhälfte uvm.

Formen und Arten des Klangs

Man unterscheidet den äußeren, hörbaren Klang, also Musik/ Töne/ Klänge, und den inneren Klang, die Konzentration nach innen, wie zum Beispiel bei der Meditation auf Anahata Nada, den Herzschlag, hören.

Ein wichtiger Teil des Nada woman-570883_960_720Yogas ist natürlich der Gesang. Dabei ist die Stimme die Brücke zwischen Körper und Geist. Im Yoga als Mantra oder auch singendes Pranayama bezeichnet, energetisieren und harmonisieren uns Gesang und die entstehenden Schwingungen.
Das klassische Mantra OM ist für den Gesang in der Yogapraxis nicht nur ein Paradebeispiel, sondern dieses Urmantra steht in der Philosophie auch für den Urklang und den Klang des ewigen Seins.

Aber auch die sozusagen passive Seite, das bewusste Hinhören und Lauschen, kann als Nada Yoga bezeichnet werden. Dadurch kann man konzentriert die Geräusche in der Natur, der Umgebung wahrnehmen, Musik und Gesängen lauschen oder sich von Klangmeditationen oder -massagen leiten lassen.
Bewusstes Hören befreit von Anstrengungen und Stress sowie (negativen) Gedanken. Diese Konzentration auf Musik/ Klang macht es leicht, sich denselben ganz hinzugeben, die Gedanken im Geist zur Ruhe kommen zu lassen und sich dabei tief zu entspannen.

 

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