Dr. Ronald Steiner erklärt seine Faszination für Ashtanga-Yoga

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Ashtanga scheint ein ganz starres Konzept zu sein, indem die einzelnen Asanas in den Serien genau festgelegt sind. Dr. Ronald Steiner beweist in seinen Workshops immer wieder, wie Ashtanga auch ganz anders interpretiert werden kann: Modern, an neuste sportmedizinische Erkenntnisse angepasst und sehr individuell. Romana hatte die Gelegenheit Dr. Ronald Steiner zu interviewen und hat ihm einige sehr interessante Fragen gestellt.

Es gibt so viele unterschiedliche Yogastile, was fasziniert Dich am Ashtanga-Yoga besonders?

Dr. Ronald Steiner: Ashtanga verkörpert für mich, wie kein anderer Yogastil, die Bereitschaft zu einer authentischen und eigenständigen Praxis. – Und genau um diese geht es mir. Die festen Übungsfolgen ermöglichen die individuell unterstützte Praxis im Mysore-Style und so das Arbeiten ganz nach den eigenen Zielen und an den eigenen Schwerpunkten.

Man hat oft den Eindruck, dass Ashtanga ein starres Konzept mit einer ganz genau festgelegten Asanas-Abfolge ist. Was bedeutet es in diesem Zusammenhang wenn Du sagst, dass Dein Konzept zugleich traditionell und innovativ ist?

LogoRonSteinerDr. Ronald Steiner: Die festen Übungsfolgen ermöglichen es schnell eine eigenständige Praxis zu entwickeln. Doch sollte das keinesfalls zu einem sturen Abturnen von Übungen führen, die vielleicht gar nicht zu einem passen. Die von mir entwickelte AYInnovation® Methode nutzt daher up to date Erkenntnisse aus der Medizin, Bewegungslehre und Psychologie um die Praxis individuell anzupassen. So entsteht aus der an sich festgelegten Übungsfolge eine ganz persönliche maßgeschneiderte Praxis von therapeutisch präventiv bis sportlich akrobatisch – ganz nach den persönlichen Schwerpunkten.

Am besten eintauchen können interessierte in der AYInnovation® Lehrerausbildung, z.B. im UNIT Yoga ab Mai 2016.

 

Du bietest regelmäßig im UNIT-Yoga MTCs an. Was verbirgt sich hinter der Abkürzung und was ist das Besondere an dem Konzept der MTCs?

PortraitRonSteinerjpgDr. Ronald Steiner: MTC steht für Modular Therapy Course. Hier geht es um Prinzipien von praktischer Anatomie, präzisem Alignment und innovativer Yogatherapie. Die vermittelten Prinzipien können von der praktizierten Tradition unabhängig angewendet werden. Jedes Thema steht dabei für sich und führt fundiert in einen bestimmten Bereich unserer Praxis ein.

Wenn ich beispielsweise im Oktober (10.-11.Oktober 2015) das UNIT Yoga in Wiesbaden besuche, geht es um Rücken und Körperhaltung. Wir lernen dabei nicht nur die Muskeln und Knochen mit deren Funktion kennen, sondern auch wie wir den Rücken durch unsere Yogapraxis gesunderhalten können, aber auch unsere Kraft und Beweglichkeit erweitern. Schließlich betrachten wir auch häufige Beschwerdebilder im Bereich des Rückens und erlernen diese mit gezielten therapeutischen Techniken anzugehen. Ein sehr spannendes Thema für Yogapraktizierende und –Lehrende egal welcher Tradition.

Im Sommer nächstes Jahr (16-17.Juli 2016) geht es dann um Arm und Hand. Für Yogapraktizierende, die gerne auf ihren Händen balancieren ein sehr spannendes Thema!

Macht es auch für Yogis aus anderen Yogatraditionen Sinn, Deine MTCs zu besuchen? Wenn ja, warum?

Dr. Ronald Steiner: Ich vermittele im Modular Therapy Course keine spezifische Praxis oder Übungsfolge, sondern grundlegende Prinzipien die körperliche Balance bzw. Gesundheit zu fördern. Der Teilnehmer lernt diese Methoden für eine harmonische und gesunde Bewegung anzuwenden und in der persönlichen Praxis oder im eigenen Unterricht umzusetzen. Die meisten Teilnehmer eines MTC sind Yogalehrende verschiedenster Traditionen. Aber auch erfahren Yogapraktizierende profitieren von dem tieferen Verständnis aus dem Bereich Anatomie, Alignment und Yogatherapie.

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