„Was wir machen, ist nicht Yoga!“

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Eigentlich, ist das was wir machen nicht wirklich Yoga. Es liegt nicht in der Natur des Yoga, dass man es machen kann – keine Asanas (Körperhaltungen), Meditation oder etwas anderes. Yoga ist der Zustand unseres Geistes oder unseres Seins, während wir Asanas machen, Pranayama üben, meditieren oder auch bei jeder anderen Unternehmung.

Nun, wo wir festgestellt haben, dass wir kein Yoga machen, stellt sich die Frage, was machen wir eigentlich? Wir praktizieren Yoga. Power Yoga ist unser Zufluchtsort, wo wir Yoga praktizieren und üben. Yoga ist ein Zustand der Einheit, der Balance und des Friedens; das Ziel, das jeder von uns sucht. Es ist nur so, dass manche Menschen glauben, dass dieser Frieden mit einer Leistung, einer Errungenschaft im Außen (monetär und materiell) einhergeht. Diese Errungenschaften können viele aufregende und freudige Erfahrungen mit sich bringen, aber kontinuierlicher Frieden und Balance können nur durch einen Kanal erreicht werden: die Selbstliebe. Wenn Frieden und Harmonie durch Selbstliebe existieren, sind aufregende und freudige Erfahrungen nicht notwendig für Zufriedenheit und Erfüllung, da beide bereits in diesem Zustand existieren!

Yoga ist ein Zustand der Einheit, der Balance und des Friedens

Yoga ist ein Zustand des Friedens

Jede Praxis, die Selbstliebe und Einheit übt, ist Yoga. Egal, ob es sich dabei um eine Religion, Kunst, eine Erfahrung oder jegliche andere Form der Praxis handelt.

Unsere Power Yoga Klassen sind eine Möglichkeit, eine Basis für Gelassenheit und Akzeptanz (Liebe) zu schaffen. Jede Form der Harmonie muss in unserem Inneren ihren Anfang finden, bevor sie sich überall in uns ausbreiten kann. Wie bei einer Flamme beginnt es mit dem Anzünden, gefolgt vom Licht und der Wärme, die die Flamme nach außen ausstrahlt.

Wenn sich die innere Realität (das Bewusstsein) hebt, nur dann wird die äußere Haut beginnen zu leuchten. Dann werden die Augen anfangen zu strahlen und unser gesellschaftliches Gefüge heilen.

Egoistische Befriedigung, in Form von Figur betonen oder materiellem Gewinn, führt zu Störungen/Dysbalancen, da weder für das eine noch das andere die Liebe und Akzeptanz notwendig sind, um sie zu erreichen. Dadurch werden Liebe und Akzeptanz für andere unwahrscheinlich und unsere Umwelt ist bewahrt. (Dies ist nicht gegen den Wohlstand und Überfluss gerichtet, sondern pro Bewusstsein gemeint).

Die USA gehören zu den reichsten Ländern der Welt und es leben einige der reichsten Menschen in unserem Land. Dennoch gibt es Schmerz und Leid in Form von Einsamkeit, Angst, Wut, Krankheiten, Kriminalität, Armut, Krieg und Verschmutzung. Alle sind weit verbreitet. Es ist an der Zeit, unsere Prioritäten neu zu setzen! Die Lektionen der modernen Gesellschaft und des industriellen Zeitalters kommen angeflogen und sie lauten: Falscher Weg, Einbahnstraße, Sackgasse. Können wir die Zeichen lesen? (Dies ist nicht gegen die Technologie, sondern für Menschlichkeit, für die Erde, für die Liebe gemeint).

Wenn du denkst, es ist schwer, sich zu öffnen, loszulassen und still zu werden, zu fühlen und Yoga zu praktizieren, versuch dein Leben ohne das alles zu führen. Willkommen zum Power Yoga. Auf der körperlichen Seite ist Gesundheit eine Form der Balance. Dies ist mein Körper, mein Werkzeug, meine Gestaltungsmöglichkeit. Die eigentliche Funktion von Bewegung ist die Erhaltung der Gesundheit. Es ging nicht darum, gut auszusehen, als vielmehr darum, sich gut zu fühlen. Heutzutage geht es bei den meisten Übungen und Sportarten nicht mehr um die Gesunderhaltung, sondern darum, dabei gut auszusehen. Dadurch kommt es sogar zu mehr Unwohlsein und Ungleichgewicht, denn es werden nur die äußeren Muskeln beachtet, während der Rest ignoriert wird. Sogar die Übungen selbst, die dazu geschaffen wurden, möglichst schnelle und extreme Resultate zu erreichen, können schädlich sein. Beim Yoga geht es um Balance, denn Balance ist die Basis für Gesundheit.

Bryan Kest während seiner Power Yoga class

Bryan Kest während seiner Power Yoga Class im UNIT Yoga

Die Yogapraxis ist die Praxis, Balance zu üben, sowohl mental als auch körperlich, denn beide gehen Hand in Hand. Die häufigste Ursache für frühzeitigen Tod in den USA, sind Herzerkrankungen. Studien zeigen, dass die Hauptursache für Herzerkrankungen Stress ist. Ist es nicht interessant, dass die häufigste körperliche Erkrankung mit unserem mentalen Zustand verbunden ist? Du kannst so viele Körperübungen machen, wie du willst, aber wenn du dich nicht um deinen Geist kümmerst, werden die Übungen nicht sehr hilfreich sein. Wenn du also wirklich gesund sein möchtest, ist es vielleicht wichtiger, dich um deinen Geist zu kümmern als dich körperlich zu betätigen. Yoga kann dir dies bieten.

Die Übungen und deine Erfahrungen während der Übungen erwecken deinen Körper zum Leben, weil sie jeden Winkel und jedes Versteck deines Selbst erreichen. Man sagt: „Was man nicht benutzt, verliert man.“ Also benutze alles, erschaffe einen Raum, um dich selbst zu regenerieren. Der Körper regeneriert sich nicht von selbst, du musst ihn stechen, schubsen, ihn zurück zum Leben verleiten. Auf diese Weise lernst du dich wirklich selbst kennen. Du fühlst und erlebst Vergessenes und lernst Neues kennen. Unsere Körper sind komplexe Netze, die von der Vitalität jedes Fadens abhängen, der die Energie von Faden zu Faden dieses Netzes leitet. Werden diese Fäden durch Vernachlässigung nicht mehr genutzt, verkommen sie und können die Energie (Prana, Chi) nicht mehr an alle Stellen transportieren. Diese Stellen werden der Brutplatz für Unwohlsein und Krankheit. Im Yoga sagt man: „Wir beanspruchen nichts zu viel, benutzen aber alles.“ Es gibt keinen Grund einen Muskel zu sehr zu beanspruchen, aber Aktivierung ist notwendig für die Neubildung. Denk dran, es geht darum, sich gut zu fühlen, nicht gut auszusehen, wobei sich das gute Aussehen meistens automatisch mit ergibt.

Viele Menschen denken, dass es im Yoga um Flexibilität geht. Aber darum geht es überhaupt nicht. Es geht um Aktivität und Elastizität. Elastizität ist Beweglichkeit, Flexibilität ist der wertende Vergleich bezogen auf ein Beispiel oder ein Vorbild. Die Sache ist die: unsere Körper sind einzigartig, daher gibt es keinen objektiven Standard. Man könnte also sagen, dass Beweglichkeit die persönliche Flexibilität ist, die vollkommen anders aussehen kann, als die durchschnittliche Flexibilität. Wenn die Muskulatur beweglich und entspannt ist, fügt sich das Skelett in seine natürliche Form. Dann kann unser Prana (Energie) frei durch die Meridiane (Energiebahnen) fließen. Wenn unsere Energie frei fließen kann, fühlen wir etwas ganz Besonderes, dass sich Leichtigkeit nennt, bezogen auf Gewicht und Energie.

Yoga führt zu Balance und Harmonie mit sich selbst

Yoga führt zu Balance und Harmonie mit sich selbst

Auch wenn wir die Übungen nutzen, um unseren Körper von Verspannungen und Giften zu befreien, müssen wir unseren Geist herausfordern, keinen weiteren Stress zu produzieren. Vergiss nicht, Stress hat einen großen Einfluss auf unsere Gesundheit (Balance). Es ist also eine Sache, die Übungen zu machen, aber es geht darum wie wir sie machen und das ist Yoga; der Geisteszustand, mit dem wir alles tun. Die äußere Umwelt ist eine Reflektion meiner inneren Umwelt, in der ich lebe. Yogis haben herausgefunden, dass die Ursache für alles Elend, die Anhaftung ist. Und woran hafte ich mehr an, als an mir und meinen Körper? Ich habe dieses Bild von mir in meinem Kopf und wenn ich es nicht aufrechterhalten kann, kommt so einiges zum Vorschein. Die Yogapraxis fordert dieses Selbstbild heraus und führt dazu, dass wir Grenzen und Einschränkungen erfahren, die wir normalerweise nicht erfahren. Es ist nicht leicht, diese Grenzen und Einschränkungen zu erleben, denn sie stimmen meistens nicht mit meinem Selbstbild überein. Hinzu kommen Wertung, Frustration, Angst und Reaktionen.

Die Yogapraxis fordert diese Reaktionen bewusst heraus, um die Möglichkeit zu schaffen, sie auszumerzen. Der Prozess des Ausmerzens beginnt damit, dass wir uns dessen bewusst werden. Dann bringen wir dieses Bewusstsein in unsere Atmung und nehmen die Erfahrungen wahr, ohne sie zu nähren. Bald werden sie weniger stark sein, da sie nicht weiter gefüttert werden (durch mentale Energie und unbewusste Loyalität). Je schwächer sie werden, desto seltener erleben wir sie und ihre dunkle Erscheinung in unserer äußeren Welt. Je weniger wir auf die negativen Erfahrungen reagieren, desto mehr können wir uns und andere sowie Erlebnisse akzeptieren und desto mehr Frieden (Balance) und Harmonie erfüllt unser Leben. Verspannungen (Stress) beginnen nachzulassen und unsere Köper beginnen loszulassen. Und ich fange an, wirklich zu strahlen!

„Alle Anstrengungen werden Herausforderungen, die akzeptiert werden und Frieden und Harmonie erfüllen uns, unabhängig von äußeren Umständen“ – Tsek Nayr

„Unser Lehrer Bryan Kest inspiriert uns mit seinen Ansichten zur Yoga-Philosophie. Daher freuen wir uns, dass er uns sein Vertrauen schenkt und wir seine Texte übersetzen und auf unserem Blog veröffentlichen dürfen.“  Romana & Holger Zapf

2 thoughts on “„Was wir machen, ist nicht Yoga!“

  1. hey
    das hoert sich gut an, bin interessiert an Ihre klassen
    alter 75 mit yoga/ medition/kenntnissen
    wohne on 77933 in Lahr
    wo kann man Sie erreichen?
    gruesse
    Re

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