Yoga als Prävention

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Die umfassende gesundheitsfördernde Wirkung von Yoga basiert darauf, dass Yoga ein so umfassendes System ist, dass es sowohl auf körperlicher, geistiger und seelischer Ebene wirken kann.

Die 8 Stufen des Yoga sind ein wichtiger Bestandteil der Yoga-Philosophie, von denen wir 5 Stufen sehr gut beeinflussen und üben können.

Yama & Niyama sind 2 Stufen, die die ethische Lebensführung beschreiben, die Stufe Pranayama beschreibt die Atmung, Asana die Körperübungen und Pratyahara ist der als Rückzug der Sinne zu verstehen. Die folgenden 3 Stufen, die sich als Dharana (Konzentration), Dhyana (Meditation) und dann die Einheitserfahrung Samadhi zusammenfassen lassen, geschehen, wenn wir in einem für uns passenden Maß regelmässig Yoga üben.

Gesundheit als „Nebenprodukt“

Deswegen unterscheidet der große Yogi B.K.S. Iyengar in seinem Buch mit einer Erklärung der Wirkweise von Yoga zwischen dem Ziel und Nebenwirkungen. Mit diesem Bild lässt sich wunderbar erklären, warum die Wirkung von Yoga so vielfältig sein kann. Er sagt:

„Zunächst ist Yoga gar keine therapeutische Wissenschaft. Yoga ist eine Wissenschaft zur Befreiung der Seele, indem man Bewusstsein, Verstand und Körper in einen Zustand der Integration versetzt. Doch wenn eine Fabrik gebaut wird, die ein bestimmtes Produkt fertigt und auf den Markt bringen soll, können dabei glücklicherweise oder auch unglücklicherweise viele andere Produkte durch Zufall mit entstehen, die sogar ebenfalls einen Marktwert haben können. So mag es geschehen, dass man den ursprünglichen Zweck, zu dem die Fabrik gebaut wurde vergisst, und nur noch die Nebenprodukte herstellt, die sich gut verkaufen. In ähnlicher Weise hat Yoga mehrere Facetten, und obwohl Ziel und Höhepunkt des Yoga der Anblick der Seele ist, hat er doch eine Menge wohltätiger Nebenwirkungen, darunter Gesundheit, Glück, Frieden und Ausgeglichenheit. So wie jeder industrielle Prozess Nebenprodukte erzeugt, sind Gesundheit, Glück und Heilung Nebenprodukte von Yoga…“ (B.K.S. Iyengar: Der Baum des Yoga, S. 98)

Studien belegen – Yoga ist sehr wirkungsvoll

Betrachtet man Yoga aus der Perspektive der Prävention, beschäftigen wir uns also eigentlich mit den „Nebenprodukten“ und die durch Studien belegten Wirkungen sind tief beeindruckend!

Ob bei Rückenschmerzen, Schafstörungen, Asthma, Depression, Angstzuständen, Gelenkschmerzen… die Liste lässt sich beinahe beliebig fortsetzen. Doch warum ist Yoga bei so vielen unterschiedlichen Erkrankungen so wirkungsvoll?

Yoga als Alleskönner

Die vielfältigen Wirkungen des Yoga sind darauf zurückzuführen, dass Yoga viel Komplexer ist, als andere Bewegungsformen. Je nachdem worauf der Schwerpunkt gesetzt wird, kann eher der körperliche, mentale oder energetische Aspekt (Asana, Meditation oder Pranayama) in den Vordergrund gestellt werden. Natürlich kann man auch alle miteinander in unterschiedlicher Intensität miteinander kombinieren, was ganz nebenbei erklärt, warum es viele unterschiedliche Yogastile gibt. Die Grundelemente sind immer die Selben, aber die Art und Weise der Zusammensetzung verändert die Erscheinungsform. Ähnlich wie bei Goethes Farbenlehre durch Mischen aus einigen wenigen Grundfarben eine beinahe unendliche Farbvielfalt herauskommt.

Yoga als Prävention Romana

Yoga ist ein Alleskönner und kann im Alltag einfach und unterschiedlich umgesetzt werden. Hier z.B. mit der Übung „Katze“, „Kuh“ und anschließend mit einem geraden Rücken und aufgestellten Fingerspitzen auf der Matte.

So erklärt es sich dann auch, warum eine Yogalehrerausbildung viel länger dauern kann, als Ausbildungen in anderen Bewegungsformen. Denn je größer das Wissen um die richtige Zusammenstellung der „Yoga-Grundelemente“ ist, desto individueller kann der Yogalehrer oder die Yogalehrerin auch im Einzelfall helfen!

Und so ist es für jeden Menschen sehr lohnenswert, Yoga zu üben, denn Yoga hat in jedem Fall, egal wie „fit“ oder „unfit“ man sich zu Beginn fühlt, immer einen positiven Einfluss und eine wunderbare Wirkung: für Körper, Geist und Seele!

Durch Studien belegte Wirkungen von Yoga (Auswahl):

  • Steigerung der cardiovaskulären Fitness
  • Positive Effekte bei Depression
  • Positive Wirkung auf Stress
  • Reduzierung von Angstzuständen / Ängstlichkeit
  • Linderung der Symptome in der Menopause
  • Hilfe bei Multiples Sklerose
  • Minderung von Osteoarthritis
  • Steigerung von Kraft und Flexibilität
  • Reduzierung von Stresssymptomen
  • Reduzierung von Rückenschmerzen
  • Senkung des Blutdrucks
  • Minderung der Folgen von Diabetes
  • Minderung von Kopfschmerzen /Migräne
  • „Junghaltung“ des Gehirns
  • Verminderung der Cortisol-Produktion (Stresshormon)

Wir wünschen Euch viel Spaß beim Üben!

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