YogicArts – So funktioniert das Bewegungssystem

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YogicArts ist ein von Master Duncan Wong entwickeltes Bewegungssystem, das – mit einem tiefen Verständnis für die Biomechanik – Elemente aus Kampfkunst, Tanz, Pilates und Thai Massage in die Yogapraxis integriert.

Dabei bleibt YogicArts ein klares Vinyasa Yoga mit nur wenigen neuartigen Asanas. Der Einfluss der genannten Disziplinen zeigt sich eher subtil in Aufbau und Ausrichtung der Asanas. Die Bewegung in eine Asana hinein, der Übergang zur nächsten und die Sequenzierung im Flow sind inspiriert von Bewegungseffizienz und Eleganz aus Kampfkunst und Tanz.

Korrekturen und Adjustments sind vom Wissen um die Anatomie und Handgriffen aus der Thai Massage geprägt. Mit diesen beiden Fundamenten sind YogicArts Klassen kraftvoll, dynamisch, geschmeidig und fordernd, gleichzeitig friedlich, zentrierend und heilend.

cross core wave motion source power flow

Master Wong bezeichnet die Bewegungsabläufe im YogicArts als „cross core wave motion source power flow“. „Cross core“ beschreibt den Zusammenhang, dass jede Kraftwirkung der Arme im Stand – bzw. der Beine bei Armbalancen – letztlich durch den Rumpf verlaufen und gestützt werden muss. Rumpfbeweglichkeit und „core“-Stabilität sind daher essentieller Bestandteil der Praxis.

Die Wirbelsäule als zentrales Gerüst liegt im Zentrum dieses Geschehens. Analog zu ihrer gekrümmten Form wird sie bei Bewegungen auf der Sagittalebene nicht wie eine rigide Stange behandelt, sondern abschnittsweise bzw. Wirbel für Wirbel angesprochen. So entsteht die charakteristische „wave motion“, eine wellenförmige Bewegung, wie sie vor allem beim Übergang von Chaturanga Dandasana in Adho Mukha Svanasana (von der Stockhaltung zum Herabschauenden Hund) praktiziert wird.

YogicArts ist eine intensive Praxis, bei der wir die Energie aus einer bewusst geführten Atmung beziehen. Hier wird der Bezug zur Kampfkunst deutlich, in der die Ausatmung mit der maximalen Kraftentfaltung synchronisiert wird, sei es für einen effektiven Angriff oder zum Schutz in der Verteidigungssituation.

Dies ist absolut deckungsgleich mit dem Effekt der Bauchpresse, die sich im Yoga durch das Setzen der Bandhas erzielen und nutzen lässt, womit wir uns auch gleich dem Begriff „source power“ annähern: der Kraft der Mitte. Dies ist eine Region im Unterbauch, die im Japanischen als „hara“ bezeichnet wird, und sich mit der Idee von Uddiyana Bandha (Bauchkontraktion) deckt.

Mit „flow“ ist gemeint, dass die Asanas im YogicArts, wie im Vinyasa üblich, in fließender Form miteinander verbunden und mit dem Atem synchronisiert sind. Beste Voraussetzungen, um ein echtes „flow Gefühl“ zu erleben.

Warrior Salutation Flow

Ähnlich der Primary Series im Ashtanga oder Budokon, gibt es auch im YogicArts eine feste Sequenz: den „Warrior Salutation“ Flow.

 

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Im YogicArts Special – am 1. Mai 2015 im UNIT Yoga in Wiesbaden – werden wir uns dessen ungewöhnliche Elemente im Warm-Up erarbeiten, um dann im Flow richtig auf Temperatur zu kommen.

Dich erwartet eine feinfühlig-intensive Vinyasa Doppelstunde von 18.30 – 20.30 Uhr mit bewusster Atmung und einigen neu interpretierten Asanas. Da Dir einige Übungen gänzlich oder wenigstens in der Betonung neuartig vorkommen werden, solltest Du im Vinyasa Yoga geübt sein, damit Du diese Stunde voll genießen kannst.

हरी ओम् तत् सत्

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