10 Jahre UNIT – Alles bleibt anders

10 Jahre UNIT – was für eine Zeit.  Für uns ist das natürlich ein Grund zu feiern und auch ein Grund zurückzublicken.
In den letzen 10 Jahren hat sich rund um die Welt des Yoga einiges getan und bei uns natürlich auch.

Holger sagte dazu: „Romana und ich waren in unserem jährlichen Sommerurlaub und da ist uns ganz besonders deutlich geworden, wie sich die Betrachtungsweise von Yoga in den letzten 10 Jahren verändert hat“.

Da wir bereits seit fast 20 Jahren Yoga unterrichten, haben wir einiges an Entwicklung mitbekommen und früher war es eher so, dass wir im Gespräch mit anderen Urlaubern oft ein wenig „mitleidig“ angeschaut wurden, wenn wir sagten, dass wir Yogalehrer sind. Viele Menschen konnten mit Yoga noch nicht so viel anfangen und das Interesse daran war eher gering. Es bedurfte oft erstmal einiges an Erklärung, dass Yoga nicht nur „verknotend sitzend OM singen“ bedeutet, um das Interesse daran zu wecken.

Mittlerweile hat sich die Reaktionen sehr verändert, ist interessiert, nachfragend und sehr offen: „Ach ehrlich, das ist ja interessant, was steckt eigentlich hinter Yoga, erzählt doch mal…“ Yoga ist eindeutig in der Mitte der Gesellschaft angekommen! Das ist toll, weil sich damit natürlich auch der Umgang der Menschen mit ihrem Geist und ihrem Körper verändert und das ist genau der Grund, warum wir damals in das Abenteuer gestartet sind.

Wie alles anfing

Bevor wir das UNIT eröffnet hatten, hatten wir schon 2 Jahre nach passenden Räumlichkeiten gesucht, aber nichts passendes gefunden. Wir suchten nach großen Räumen mit mindestens 500 m2, wollten Duschen, große Fenster, hohen Decken etc… und wir waren nicht bereit allzu große Kompromisse einzugehen. Nachdem wir über 2 Jahre immer an Kleinigkeiten gescheitert sind, haben wir uns Gedanken gemacht und dann für uns entschieden, erstmal nach einem kleinen Yogaraum zu suchen und überhaupt erstmal anzufangen.

Als wir diese Entscheidung getroffen hatten und dann auch noch unsere private Wohnung fluchtartig wegen Schimmel verlassen musste, haben wir innerhalb von 2 Wochen unser neues Zuhause inklusive Yogaraum gefunden! Manchmal sperrt sich das Universum mit gutem Grund gegen eine sofortiger Wunscherfüllung ;) …und wir haben daraus folgendes gelernt:

„Man kann sich in Planungen verlieren und damit sehr lange den Erfolg blockieren auf dem Weg, dass zu tun, was man eigentlich tun möchte.“
Romana & Holger

Zu zweit haben wir dann also losgelegt, Banner selber geklebt, Einladungen gestaltet, sind selbst quer durch Wiesbaden gezogen und haben Flyer verteilt. Gestartet sind wir mit 3 Yogakursen pro Woche und einem Personal Training. Eine 200 Stunden Ausbildung hatte Romana schon vorher angeboten und sich externe Räume eingemietet …auch dafür hatten wir jetzt ein festes Zuhause!

Ganz schnell kamen immer mehr Yogis und wir haben mehr Kurse und mehr Personaltrainings angeboten und das Ausbildungsangebot erweitert. Als erste Ausbildungen kam Kinderyoga dazu, dann Pre- & Postnatal, dann kam auch eine +300h Ausbildung hinzu. Wir haben quasi jedes Jahr eine neue Ausbildung konzipiert, so groß war die Nachfrage.
Mittlerweile bieten wir über 20 Kurse pro Woche und 14 unterschiedliche Ausbildungen an und im letzten Jahr haben wir dann auch unser erstes Buch geschrieben. Neue Projekte sind natürlich auch schon wieder in der Planung. :-)

„Halte Dich nicht an Dingen fest, die noch nicht fertig sind, sondern an dem, was Du tun und erreichen möchtest. Manchmal fügen sich die Dinge dann ganz von allein auf einfache Weise.“
Romana & Holger

Ehrlicherweise hätten wir uns vor 10 Jahren niemals vorstellen können, wo uns das Universum heute hingetragen hat. Wir hätten nie gedacht, dass wir 2 Studios eröffnen und so viele Ausbildungen & Kurse anbieten. Wir haben einfach immer nur den nächsten Schritt gemacht, der uns in Anbetracht unserer Situation als logisch erschien. Manchmal haben wir einfach nur Gelegenheiten ergriffen, die sich boten, ohne diese geplant zu haben. So war es zum Beispiel in Hamburg.

Hamburg – mehr als ein Flirt

Nach Hamburg kamen wir eigentlich über ein Telefonat mit einer gemeinsamen Freundin, die uns vom Meridian Spa erzählte und dass wir dort doch mal wegen einer Kooperation anfragen könnten. So kamen wir ziemlich schnell zu einem großen Ausbildungsangebot in Hamburg, ohne es vorher groß geplant zu haben. Irgendwann fragten uns die Teilnehmer, warum wir nicht auch in Hamburg ein Studio haben?
Warum eigentlich nicht…? Darauf wussten wir keine vernünftige Antwort und haben dann vor 6 Jahren das UNIT Hamburg in der Ludolfstrasse eröffnet. Nach 5 Jahren wurde es zu eng, sodass wir letztes Jahr dann an den Leinpfad 75 umgezogen sind.

Auch hier hätten wir niemals gedacht, dass wir in Hamburg an der Alster die Größe an Räumen finden würden, die wir in Wiesbaden einst suchten. Wären wir immer genau unserem Plan gefolgt, wären wir wahrscheinlich nie nach Hamburg gegangen. Was für ein unlogischer Plan nach Hamburg zu gehen, wenn man in Wiesbaden wohnt. Aber so hat sich alles gefügt :)

„Der Trick ist, sich immer auf den nächsten kleinen Schritt zu konzentrieren. Das gibt einem jederzeit die Möglichkeit eine Pause zu machen.“
Romana & Holger

Geplant hätten wir das so sicher nicht. Aber wir haben gelernt dem universellen Plan zu vertrauen und mit ihm, statt gegen ihn zu arbeiten.

War es immer einfach? Nein!
In den letzten 10 Jahren sind wir durch einige Höhen und Tiefen gegangen, gerade den Tiefen haben wir uns immer versucht mit yogischem Gleichmut zu begegnen, aber das uns nicht immer leicht gefallen. So sehen wir das UNIT Yoga einerseits als Studio, aber anderseits auch als ein Bestandteil unserer Yogapraxis, in der wir immer wieder gefordert werden, lernen unsere Grenzen zu akzeptieren, andere zu verschieben und uns selber zu hinterfragen.

Von der 2 Yogi Show zum UNIT-Team

Am Anfang haben wir wirklich alles selbst gemacht. Empfang, Service, Buchhaltung, Beratung, Flyer verteilen oder Kurspläne erstellen, Webseite gestalten, Kurse geben oder Personal Trainings halten… Mit der Zeit haben wir dann nach und nach mehr Mitarbeiter im Büro gebraucht und natürlich auch Yogalehrer, wie auch Ausbilder. So durften wir viel dazulernen, begreifen und erfahren und sind sehr glücklich über diese Möglichkeit.

Aus Liebe zum Yoga!

Aus Liebe zum Yoga – das beschreibt es in vier treffenden Worten.
Uns war und ist es wichtig einen Raum zu schaffen, in denen Menschen zu sich selber finden können. Sich mit sich selber auseinanderzusetzen gelingt aus unserer Sicht nur in der Ruhe und Stille, durch das „mit sich“ und „bei sich“ SEIN. Und Orte zu finden und zu erschaffen, die das durch und mit Yoga möglich machen, ist unser größter Wunsch.
Also gewissermaßen zurück zur Einheit.

Kein Richtig, kein Falsch einfach Einheit – UNIT

UNIT, die Einheit ist dabei aus vielen Perspektiven wichtig für uns. Zum einen geht es um die Einheit von Körper, Geist und Seele -unser Name ist also tief in der Yogaphilosophie verankert.  Zum anderen geht es um die Einheit zwischen den verschiedenen Yogastilen. Nach unserem Verständnis gibt es nicht den einen richtigen Yoga-Weg, sondern für jeden Menschen SEINEN richtigen Yogaweg. Und wir möchten den Menschen helfen den für sich passenden Weg zu finden, um mit großer Freude zum Yoga zu kommen.
Deswegen bieten wir auch eine große Vielfalt an Kursen und Ausbildungen an.

Dankbarkeit

Wir sind dankbar für alles was wir in den letzten 10 Jahren erleben durften, ob angenehm oder unangenehm, einfach oder schwer, glücklich oder traurig, überfordert oder energiegeladen, es hatte alles seinen Sinn. Denn rückblickend waren auch die angenehmen, wie auch die unangenehmsten Situationen wichtig und haben uns geholfen uns zu entwickeln.
In diesem Sinne freuen uns schon sehr auf alles das was vor uns liegt.

One thought on “10 Jahre UNIT – Alles bleibt anders

  1. Liebe Romana , lieber Holger
    Euer Block „10 Jahre Unit “ hat mich sehr berührt.
    Gerade weil ich Eure Entwicklung so nah miterleben durfte.
    Als ich vor gut 8 Jahren in Holger`s Power Plate Stunde herein huschte 😁😁 wäre mir nie im Traum eingefallen , jemals auf der anderen Seite der Matte
    zu stehen.
    Ins Unit zukommen ,ob als Lehrer oder ganz privat ,für meine ganz persönliche Zeit; es ist immer wie nach Hause kommen.
    Danke das Ihr so mutig wart …vor 10 Jahren
    Namasté Eure Andrea

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