Alle Artikel von Romana & Holger Zapf

Yoga & Selbstfürsorge – Yogi Know How zu unserem Monatsthema

Durch mehr Ich-Bewusstsein zu mehr Lebens-Glück

Sich selber in den Fokus zu stellen, wird oft mit Egoismus gleichgesetzt. Vielleicht ist deswegen das Thema so verpönt. Dabei ist es eigentlich genau so wie bei den Sicherheitshinweisen im Flugzeug. Wenn es um das Thema Sauerstoffmasken geht, ist die Ansage: Setzten Sie sich erst selber eine Sauerstoffmaske auf und helfen Sie danach anderen. Betrachten wir das Thema Selbstfürsorge aus dieser Perspektive erscheint es so unglaublich logisch und klar: Ich kann nur dann anderen helfen, wenn es mir selber gut geht!
Deswegen ist das Thema Selbstfürsorge auch so wichtig und richtig im Yoga. Erst wenn ich ergründet habe, was ich selber brauche, damit es mir gut geht, kann ich anderen helfen.
Und genau das ist der Weg vieler Yogis. Sie beginnen sich erstmal mit sich selber auseinanderzusetzen. Wer bin ich? Was ist meine Lebensaufgabe? Warum bin ich hier? …das sind zum Beispiel die großen Fragen, die uns dabei begegnen. Und auf dem Weg dorthin ist es hilfreich ein starkes „Ich-Bewusstsein“ zu entwickeln.

Selbstfürsorge und die Chakren:

Bei dem Begriff der „Selbstfürsorge“, kommt oft als erstes das Herzchakra in den Sinn. Anderen und sich selber was Gutes tun, sich um andere und sich selber zu sorgen und zu kümmern, das sind genau die Qualitäten, die dem Herzchakra zugeordnet sind. In der Yogaphilosophie wird sehr viel Wert darauf gelegt, die einzelnen Chakren von unten nach oben zu entwickeln und in Einklang zu bringen. Das kann im ersten Moment stutzig machen, denn es hört sich doch so gut und richtig an, sich vornehmlich um das Herzchakra zu kümmern und Liebe in die Welt und zu sich selbst zu senden. Was hat das untenliegende Wurzelchakren den hiermit zu tun?

Was das Wurzelchakra mit Selbstfürsorge zu tun hat:

Das Wurzelchakra liegt am unteren Ende der Wirbelsäule und ist das erste Chakra.
Denn bei diesem Chakra geht es um Themen, wie „Ich-Identität“ oder „Mit beiden Beinen fest im Leben stehen“. Ist es gut ausgeprägt, dann wissen wir besser, wer wir sind, was wir wollen und wie wir uns von anderen unterscheiden.
Auf den ersten Blick klingen die Themen dieses Chakras sehr egoistisch. Doch können wir uns fragen: Wohin führt Liebe ohne Ich-Identität? Wohin führt Anteilnahme für andere ohne dass wir „mit beiden Beinen fest im Leben stehen“?

Die Antwort ist: Sehr oft führt es zur Selbstaufopferung! Wir helfen anderen, ohne auf unsere eigenen Bedürfnisse zu achten! Es führt dazu, dass wir -um auf das einleitende Bild zurückzukehren- anderen die Sauerstoffmaske überstreifen, aber vergessen uns selbst zu eine aufzusetzen! Das scheinbar paradoxe ist: Setzen wir uns erst selber die Maske auf- betreiben also Selbstfürsorge- können wir danach viel mehr anderen Menschen helfen, als wenn wir es nicht tun.

Deswegen hier der Appell:

Lerne Dich abzugrenzen, gehe achtsam mit Dir und Deinen Bedürfnissen um schaffe Raum in Deinem Leben für die Dinge die DIR wichtig sind!

Wie soll das gehen?

Komm auf die Matte, übe Standpositionen, um Dein Wurzelchakra zu aktivieren, meditiere um herauszufinden, was Dir wichtig ist und atme tief um den Geist zu beruhigen.
Kümmere Dich um Dich selbst, sorge Dich erst um Dich und dann um andere und finde so die Kraft und innere Stärke um so viel mehr Gutes zu tun!

 

28Okt/19

Alles ist im Fluss – Yogi Know-How zu unserem Monatsthema

Alles ist im Fluss – Der Horror für unseren Geist

Es ist eine vertrackte Situation: Der Geist möchte an allem Festhalten, doch das Gesetz der Natur ist die Veränderung! Dieses Wissen ist eigentlich schon ziemlich alt. Schon Platon hat das in seiner Lehre angesprochen, was dann später zu dem berühmten Satz „Patha Rei“ – Alles ist im Fluss – von Heraklit zusammengefasst wurde. Weiterlesen

27Sep/19

Yoga & Ausrichtung: Yogi Know-How zu unserem Monatsthema

Von der Macht der Anderen zur Selbstbestimmung

„Lass nicht andere Leute darüber entscheiden, wie es Dir geht, sondern entscheide für Dich, wie es Dir gehen soll und wohin Du gehen möchtest…“. Dieser Satz klingt sehr schön, doch ist es sehr schwer, diese Weisheit in den Alltag umzusetzen. Ein Kommentar von einem Menschen, der einem wichtig ist, ein merkwürdiger Blick und zack, ist es da: Das Gefühl der Verunsicherung, wir machen uns Gedanken und verlieren unseren Fokus, verlieren unser Ziel aus den Augen und entfernen uns von dem, was uns wichtig ist. Weiterlesen

02Sep/19

Yoga & Vertrauen – Yogi Know-How zu unserem Monatsthema

Yoga ist wie Fallschirmspringen

Vertrauen spielt auch im Yoga immer wieder eine große Rolle. Denn auch, wenn wir uns auf den Yogaweg begeben, ist nicht immer alles nur eitel Sonnenschein. Jeder, der sich schon mal intensiver mit Yoga beschäftigt hat, stellt fest, dass es immer mal wieder „Yogakrisen“ gibt – also Zeiten, in denen uns so viel durch den Kopf geht, so große Veränderungsprozesse in Gang gesetzt wurden, dass wir manchmal das Vertrauen in uns selber verlieren. Weiterlesen

02Aug/19

Yoga & Stabilität – Yogi Know-How zu unserem Monatsthema

Wenn es einem den Boden unter den Füßen wegzieht

Im Yoga streben wir oft nach Veränderung. Wir wollen alte Muster hinter uns lassen, wollen uns frei fühlen oder auf körperlicher Ebene vielleicht tiefer in eine Position hineinfinden. Wichtig ist dabei zu verstehen, dass wir genau dann Freiheit und Weite als Befreiung erleben, wenn wir gleichzeitig eine stabile Basis haben und die Freiheit kontrolliert und gewollt entsteht. Und genau hier ist die Asanapraxis eine perfekte Analogie zum Leben.
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30Jun/19

Yoga & Veränderungen – Yogi Know-How zu unserem Monatsthema

Älter werden Fluch oder Segen?

Älter werden ist wahrscheinlich die am wenigsten anerkannte gesellschaftliche Veränderung. Dabei können wir uns fragen, woran das überhaupt liegt. Was ist daran so schlimm?  Warum beschäftigt uns dieses Thema so sehr?
Von der Werbung wird uns ein verschrobenes Bild vermittelt: Jung wird gleichgesetzt mit gesund und leistungsfähig. Alt ist ein Attribut, das klingt wie „ausgelutscht“, „verbraucht“ oder nach „kann entsorgt werden“. Weiterlesen

01Jun/19

Yoga & Balance – Yogi Know-How zu unserem Monatsthema

Vielleicht kennst Du das: Leben ist, wenn es Dich auch mal so richtig aus den Latschen haut?! Dann wenn z.B. eine Krankheit diagnostiziert wird, Du Deinen Job verlierst, die Kinder schreien oder Dir aus anderen Gründen gerade alles über den Kopf wächst. Weiterlesen

29Apr/19

Yoga & Beweglichkeit – Yogi Know-How zu unserem Monatsthema

Beweglichkeit ist ein schönes Beispiel dafür, auf welch grandiose Weise Yoga Körper und Geist miteinander verbindet.
Wir können die körperliche Beweglichkeit für sich betrachten. Wir können die mentale Beweglichkeit für sich betrachten. Aber wir können auch erkennen, wie beide Aspekte sich aufeinander beziehen und sich gegenseitig beeinflussen. Weiterlesen

01Apr/19

Yoga & Dankbarkeit – Yogi Know-How zu unserem Monatsthema

Vielleicht kennst Du das auch. Du rennst mit Scheuklappen durch den Alltag, hetzt von einem Termin zum nächsten, rastlos… und irgendwie funktioniert nichts. Alles läuft irgendwie schief und nichts will so richtig klappen. Dann gehst Du zum Yoga, hältst inne und erkennst, dass es doch ziemlich viele Dinge gibt, für die Du dankbar sein kannst: die Yogastunde, die Dir so gut tut, das Essen, das Du gegessen hast, die nette SMS, die Du bekommen hast… Weiterlesen

02Mrz/19

Yoga & Achtsamkeit– Yogi Know-How zu unserem Monatsthema

Sei achtsam! Das hören wir öfter im Alltag und auch im Yoga! Doch was ist damit genau gemeint? Das werden auch wir immer wieder gefragt. Achtsam bedeutet ganz im Hier und Jetzt zu sein, den Moment in all seinen Facetten in seiner Ganzheit zu erleben, also alles aufzunehmen, was da ist. Mönche beschreiben diesen Zustand der Achtsamkeit mit den Worten: „…Wenn ich Tee koche, koche ich Tee und wenn ich den Garten harke, harke ich den Garten.“ Weiterlesen