Yoga & Übergänge – Yogi Know-How zu unserem Monatsthema

Veränderungen stellen uns immer wieder vor Herausforderungen. Oftmals sind diese mit vielen gegensätzlichen Emotionen verbunden. Zum einen der Unsicherheit und Angst, wie es wohl werden wird, zum anderen die Hoffnung und Vorfreude, die uns viel Energie und Auftrieb gibt.
Egal ob es der neue Partner, ein Umzug in eine andere Stadt, eine neue Lebensaufgabe oder der Übergang von einem Jahr ins nächste ist: Angst und Hoffnung sind oftmals die gegensätzlichen Begleiter dieser Veränderungen.

Dabei nehmen wir uns häufig vor es das nächste Mal anders zu machen, diesmal wirklich „von 0 zu beginnen“. Wir haben gute Vorsätze, schmieden Pläne, modellieren unsere Vorstellungen und Erwartungen in unseren Kopf.
Dann vergeht eine Zeit und rückblickend stellen wir fest, dass wir entweder unser Ziel erreicht haben, dann ist alles super und wir erleben eine tolle Zeit oder wir stellen fest, dass wir gar nicht so viel verändert haben, wie wir wollten. Meist wiederholen sich sogar Situationen immer wieder. Wir nehmen immer wieder zu, treffen auf die gleiche Art von Partner oder Chef und laufen gefühlt im Hamsterrad, ohne wirklich vorwärts zu kommen.

Da stellt sich doch die Frage, woran das liegt und warum uns das immer wieder passiert?

Deinen alten Kühlschrank nimmst Du immer mit!

Jeder Mensch lebt in seiner eigenen Wirklichkeit. Diese Wirklichkeit existiert in uns und steuert unsere Wahrnehmung. Das ist als würden wir alles durch eine bestimmte Brille betrachten. Wir können also so viel im Außen ändern, wie wir wollen und die Erwartung des Neuen wird auch erstmal ein Gefühl von Hoffnung und Freude uns kreieren. Doch durch unsere Brille haben wir eine bestimmte Wahrnehmung, auf die wir in gleichbleibender Weise reagieren. Gleichbleibende Handlungen führen zu dem gleichen Ergebnis und wir finden uns wieder in einer ähnlichen Situation mit den gleichen Gefühlen wieder.
In gewisser Weise ist das so, als wenn man beim Umzug immer wieder seinen alten Kühlschrank mitnimmt. Genauso nehmen wir uns selbst auch immer mit, egal wieviel wir im Außen ändern.  Wir können uns die Haare schneiden, abnehmen oder umziehen. Solange wir jedoch nicht in uns selbst aufräumen und damit „den alten Kühlschrank“ entsorgen, werden wir irgendwann wieder auf uns selbst zurückgeworfen.
Aber wie entsorgen wir unseren alten Kühlschrank? Die einfachste Methode hierbei ist, die eigene Wirklichkeit neu zu erfinden.

Schritt 1 – Richte Dich auf das Schöne aus!

Viele kennen das Phänomen: Wenn wir uns ein rotes Auto kaufen wollen, sehen wir auf einmal viele rote Autos auf der Straße, wenn wir ein neues Lieblingslied haben, hören wir es besonders oft im Radio und wenn wir ein Kind erwarten, sehen wir lauter Schwangere auf der Straße.
Es ist jetzt nicht so, dass sich das Außen tatsächlich verändert! Was sich aber sehr wohl verändert, ist das, worauf wir achten. Unsere inneren Antennen richten sich anders aus. Und dadurch nehmen wir auf einmal Dinge war, die vorher (wahrscheinlich) genauso auch da waren, wir haben sie nur nicht wahrgenommen.
Wenn wir also auf bestimmte Dinge mehr achten, als auf andere, führt das dazu, dass diese Dinge mehr in unser Bewusstsein rücken. Somit ist es also wichtig sich dauerhaft auf das auszurichten, was wir wollen und nicht das, was wir nicht wollen. Möchtest Du eine dauerhafte Veränderung, dann richte zuerst Deine „inneren Antennen“ darauf aus.

Schritt 2 – Schaffe positive Emotionen!

Emotionen spielen dabei eine ganz besonders wichtige Rolle! Wenn wir auf Dinge emotional reagieren, bekommen sie eine wichtige Bedeutung für unseren Geist. Schmerz oder Vergnügen sind dabei die maßgeblichen Emotionen.
Hierbei spielt es für den Geist keine Rolle, ob die Emotionen positiv oder negativ sind. Wenn wir an etwas denken, dass wir nicht mögen, führt das zu einer unangenehmen Emotion. Wir sind genervt und reagieren vielleicht auch genervt, wenn wir nur etwas gefragt werden. Wenn wir an etwas Schönes denken, fühlen wir uns gut und wir werden geduldiger und ruhiger. Egal was passiert, es verstärkt sich. Aus negativen Gefühlen entstehen wieder mehr negative Gedanken, aus positiven Gefühlen entstehen mehr positive Gedanken.
So entsteht die Verkettung: Aus Emotionen entstehen Gedanken, aus Gedanken Handlungen und aus den Handlungen schließlich unsere Wirklichkeit.

Darum st es sehr wichtig, dass Du die inneren Antennen auf etwas ausrichtest, dass Dir ein gutes Gefühl gibt. Damit führen weitere Gedanken und Handlungen zu einem positiven Ergebnis.

Schritt 3 – Lass los!

Wirkliche Veränderungen beginnen im Innen nicht im Außen, das ist nicht immer leicht. Wenn Du also Dein wiederkehrendes inneres Erleben verändern und damit Deinen „alten Kühlschrank“ rausschmeißen willst, merkst Du beim inneren „Ausräumen“ vielleicht, dass Du Dich sehr an diesen Kühlschrank gewöhnt hast.
Vielleicht möchtest Du Dich auf etwas Schönes ausrichten und merkst dabei, dass Deine Gedanken immer wieder zu ähnlichen Bildern zurückkehren. Unser Geist angewöhnt sich zum Beispiel gern ein inneres „Meckern“ an, dass uns manchmal gar nicht bewusst ist. Vielleicht kommen auch „alte“ Erinnerungen hoch, die sich dann im Kopf abspielen.

Erst wenn wir die alten Dinge wirklich loslassen und damit auch den alten Kühlschrank zurücklassen, können wir uns und unser Leben neu erschaffen.

Yogaaaaaaaa hilft!

Yoga hilft uns dabei, die Schritte umzusetzen und damit unsere Wahrnehmung zu verändern. Wir können beim Yoga über die vielen Übungen – mental wie auch körperlich – Spannungen loslassen. Dadurch können wir tiefer atmen und unsere Haltung verändern. In der Ruhe können wir uns selbst überhaupt einmal spüren und haben das Gefühl endlich mal Zeit für uns selbst zu haben. Besonders am Ende der Stunde, in der Entspannung und in der Stille, können wir uns selbst wieder spüren.
Dadurch können eine innere Ruhe und Balance entstehen, in der das innere Meckern aufhört. Dann betrachten wir plötzlich die Dinge im Außen positiver und offener, wodurch sich die Wahrnehmung der Außenwelt ganz von allein verändert. Wir sehen plötzlich mehr schöne Dinge um uns herum.
Wenn wir entspannt aus einer Yogaclass kommen, stört uns weder Schnee noch Regen. Wir sind entspannt und positiv eingestimmt auf die Woche oder den nächsten Tag. Auch ein meckernder Chef bringt uns so schnell nicht aus der Ruhe. Der Schlaf kann tiefer werden, wodurch wir mehr Energie haben.

Auch die Meditation kann helfen, den Geist aus gewohnten „Mustern“ rauszuholen, wahrzunehmen, wo die Gedanken immer wieder hinwandern und das ganz bewusst zu unterbrechen. So schmeißen wir den alten „Kram“ aus unserem „inneren zu Hause“.

Schritt für Schritt entsorgst Du damit den „alten Kühlschrank“ in Deinem „inneren zu Hause“ und ebnest damit den Weg für ein erfülltest, glückliches und zufriedenes Leben.

 

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