Wie Yoga das Prämenstruelle Syndrom lindern kann

Das Prämenstruelle Syndrom (kurz PMS) kennen viele Frauen: Die Tage vor den Tagen werden zur emotionalen Achterbahnfahrt. Als würde das den Alltag nicht schon anstrengend genug machen, gibt es außer Stimmungsschwankungen noch eine ganze Reihe weiterer Symptome: Verdauungsstörungen, unreine Haut, Gleichgewichtsprobleme, ständiges Frieren oder Schweißausbrüche, Übelkeit, Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Schlafprobleme, Wassereinlagerungen (beispielsweise in den Brüsten), Schmerzen in dem Eierstock, in welchem der Zyklus aktuell abläuft, Heißhungerattacken, Appetitlosigkeit, Muskelkrämpfe oder ein allgemeines Unwohlsein.

Warum Yoga Frauen dabei helfen kann, sich körperlich wohler zu fühlen

Besonders gegen Schmerzen im unteren Rücken, bei Spannungskopfschmerzen oder Verdauungsproblemen helfen simple Yogaübungen: Der Drehsitz beispielsweise kann wunderbar den Druck aus dem unteren Rücken nehmen und die Verdauung ankurbeln. Auch Vorbeugen in allen Variationen oder sanfte Rückbeugen helfen dabei, muskuläre Verspannungen auszugleichen und können beispielsweise Spannungskopfschmerzen lindern.

Yoga kann in den Tagen vor der Periode und auch währenddessen helfen, sich selbst und seinem Körper gegenüber achtsamer zu werden, was besonders in dieser Zeit des Monats dem eigenen Wohlbefinden zuträglich ist. Häufig geht regelmäßige, achtsame Bewegung damit einher, dass man seinem Körper auch außerhalb der Matte mehr Gutes tut: Vor allem das Stressmanagement und eine ausgewogene Ernährung können bei der Linderung der Symptome helfen. Regelmäßige Yoga-Einheiten verbessern das eigene Körpergefühl – dies kann einen automatisch dabei unterstützen, dass man seinen Körper eher mit den Nahrungsmitteln versorgt, die er braucht. Auch ausreichende Flüssigkeitszufuhr kann den Körper entspannen und beispielsweise schmerzhaften Wassereinlagerungen entgegenwirken.

Achtsamer Umgang mit dem eigenen Körper und Geist

Frauen, welche unter den monatlich wiederkehrenden Beschwerden des Prämenstruellen Syndroms leiden, sollten sich nicht scheuen, dies mit ihrer Frauenärztin/ ihrem Frauenarzt zu besprechen. Häufig können sie sich hier noch weitere Tipps oder Hilfe holen. Ein häufiger Vorschlag ist die Einnahme eines Magnesiumpräparats – oder man dreht noch etwas an der eigenen Ernährung und integriert das ein oder andere magnesiumhaltige Lebensmittel mehr in den Speiseplan. Die Gebärmutter besteht letztlich aus Muskelgewebe und braucht entsprechende Mikronährstoffe, um problemlos ihren Aufgaben nachkommen zu können.

Ausprobieren kann man auch, ob es einem hilft, in den Tagen vor der Periode den eigenen Alltag etwas gemütlicher zu gestalten: den Wohnungsputz vielleicht auf die anschließende Woche zu verschieben, oder an ein anderes Familienmitglied abzugeben, keine Überstunden zu machen, sich häufiger mal einen ruhigen Abend mit einem guten Buch, einer entspannenden Runde Yoga oder einem warmen Bad zu gönnen. Ein schöner Tipp, der den Tagen etwas Positives verleihen kann, ist auch, sich hier monatlich ein besonders schönes Highlight zu setzen, auf das man sich vorher schon freuen kann: Ein leckeres Essen bestellen, oder vielleicht einen Besuch bei der Kosmetikerin, einen langen Spaziergang, einen Saunabesuch, sich ein neues Buch gönnen, oder etwas anderes, nicht Alltägliches.

Eine mögliche Folge des monatlichen Blutverlustes

Wichtig für den reibungslosen Ablauf des weiblichen Zyklus und aller anderen Prozesse ist die Versorgung des Körpers mit nährstoffreichem Blut. Durch den monatlichen Blutverlust bei Frauen ist stets die Gefahr gegeben, dass sich ein Eisenmangel im Blut entwickelt – besonders wenn weitere Risikofaktoren hinzukommen, wie etwa eine eisenarme Ernährung oder der häufige Konsum von Nahrungsmitteln, welche die Eisenaufnahme hemmen, beispielsweise Kaffee. Eine Bestimmung des Eisenwertes ist kein großer Aufwand und bedarf nur einer kleinen Blutentnahme, etwa bei der Frauenärztin oder der Hausärztin – einige Tage später sind die Ergebnisse schon da. Sollte tatsächlich ein Eisenmangel bestehen, muss über einen längeren Zeitraum ein hochkonzentriertes Eisenpräparat eingenommen werden. Ohne Eisenmangel kann die Einnahme eines solchen Präparats jedoch gesundheitsschädlich sein. Ein ausgeglichener Eisenhaushalt kann viel für das eigene Wohlbefinden tun. Daher lohnt es sich, im Zweifel einfach mal den eigenen Eisenwert bestimmen zu lassen!

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