Yoga & Ausrichtung: Yogi Know-How zu unserem Monatsthema

Von der Macht der Anderen zur Selbstbestimmung

„Lass nicht andere Leute darüber entscheiden, wie es Dir geht, sondern entscheide für Dich, wie es Dir gehen soll und wohin Du gehen möchtest…“. Dieser Satz klingt sehr schön, doch ist es sehr schwer, diese Weisheit in den Alltag umzusetzen. Ein Kommentar von einem Menschen, der einem wichtig ist, ein merkwürdiger Blick und zack, ist es da: Das Gefühl der Verunsicherung, wir machen uns Gedanken und verlieren unseren Fokus, verlieren unser Ziel aus den Augen und entfernen uns von dem, was uns wichtig ist.

Yoga ist Sehen

Genau das können wir im Yoga erstmal erkennen. Denn Erleuchten bedeutet im ersten Schritt: „Das Licht anmachen“. Wir sehen, was da ist; wir erkennen. Mit dieser Erkenntnis können wir dann anders mit uns umgehen und herausfinden, wer und was uns unsere Ausrichtung verlieren lässt.
Der erste Schritt hierzu ist, wirklich ehrlich zu uns selber zu sein und uns einzugestehen, dass wir unseren Fokus, unsere Ausrichtung verloren haben. …Dann können wir sie auch wiederfinden.
Im zweiten Schritt können wir dann erkennen, wann wir schrittweise daran arbeiten, unsere Ausrichtung aufrecht zu erhalten. Also „am Ball zu bleiben“, unsere Ziele weiter zu verfolgen und unsere Ausrichtung aufrecht zu erhalten.
So können wir dann mehr und mehr unsere Wege gehen und lassen uns nicht von anderen beeinflussen. Aus dieser Ausrichtung können wir dann ganz viel innere Stärke in uns entstehen lassen, eben weil wir uns nicht mehr so schnell von anderen Menschen oder Situationen aus der Bahn werfen lassen.

Wie uns die Yogapraxis helfen kann zu erkennen

Nun, das kann schon damit beginnen, dass wir uns beobachten, was uns alles einfällt NICHT auf die Matte zu gehen! Hier können wir im Kleinen üben, mit den großen Situationen im Leben besser umzugehen. „Ich habe mir zwar heute vorgenommen in den Yogakurs zu gehen, aber ich müsste eigentlich noch…“ – das hat wohl jeder schon mal gedacht. Jetzt könne wir uns in dieser Situation -ganz ohne uns dafür zu verurteilen- fragen: wer oder was hat meine Ausrichtung verändert? Bin ich müde, weil ich zu viel gearbeitet habe oder abends zu lange auf war, muss ich noch einkaufen, oder, oder, oder. Dann können wir uns selber fragen, was wir verändern könnten, um trotzdem unsere Ausrichtung aufrecht zu erhalten.

Manchmal ist weniger Yoga mehr Yoga

Selbst wenn wir dann trotzdem nicht  in den Kurs gehen, haben wir auf diese Art und Weise Yoga geübt, denn wir haben viel über uns selber gelernt und haben beim nächsten Mal die Wahl, können uns entscheiden, weil wir sehen, weil wir das Licht gewissermaßen angemacht haben und ein Stück mehr erleuchtet sind.
Genau das ist der Weg, der uns mehr und mehr dazu bringt, andere nicht darüber entscheiden zu lassen, wie es uns geht.

 

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